Laboruntersuchungen

Urinuntersuchung

In einem Harnsediment werden organische Bestandteile (z. B. Epithelien, Blutzellen, Samenzellen, Hefezellen, Bakterien, Zylinder) oder auch anorganische Bestandteile (z. B. Harnkristalle oder Salze) untersucht.

Ausserdem gibt es die Möglichkeit einen Teststreifen in den Urin zu halten, er gibt einem Auskunft über z. B.: den ph-Wert, Protein, Glukose, Blut usw. im Urin.

Das spezifische Gewicht wird mit Hilfe eines Refraktormeters bestimmt und hilft bei der Diagnostik von Nierenerkrankungen.

Mit einer bakteriologischen Untersuchung stellt man fest ob bzw. wie viele Bakterien im Urin sind. Hierfür muss der Urin steril entnommen werden (Punktion der Blase).

Blutuntersuchung

Mit Hilfe der blutchemischen Untersuchung (Reflotron) lassen sich einzelne Parameter untersuchen, die Hinweise auf Organerkrankungen geben. Mit dem Gerät (Vetscan2 und Eurolyser Solo) sind wir in der Lage, innerhalb von 10 Minuten, eine komplette Analyse der wichtigsten Organwerte zu ermitteln .

Mit dem Blutanalysegerät (Vet abc) kann ein grosses Blutbild incl. Differentialblutbild angefertigt werden. Hiermit lassen sich wichtige Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Blutes ziehen.

Wird z. B. anhand dessen eine Blutarmut diagnostiziert, können wir deren Ursache weiter differenzieren.

Mit Hilfe spezieller Tests können wir eine Vergiftung mit Rattengift und eine bestimmte Gerinnungsstörung (Von-Willebrand-Krankheit) ausschliessen (nicht beweisen!)

Infektionskrankheiten

Schnelltest

  • FIV
  • FELV
  • FIP/Coronavirus
  • Parvo
  • Giardien/Cryptosporidien
  • PLI
  • Lungenwurm (Angiostrongylus vasorum)

Deckzeitpunkstbestimmung

  • Vaginalabstrich
  • Hormonbestimmung in der Praxis

Native Proben

  • Hautgeschabsel
  • Ohrtupfer zum Nachweis von Ohrmilben, Hefepilzen und Bakterien
  • Ausstriche von Feinnadelpunktionen
  • Kropfabstriche zum Nachweis von Hefen, Bakterien und Flagellaten

Proben

Proben werden auf speziellen Nährböden kultiviert. Wachsen Keime oder Pilze werden diese zur weiteren Klassifizierung / zum Erstellen eines Antibiogrammes oder -mykogrammes in ein Fremdlabor geschickt

Kotuntersuchung

Für Kotuntersuchungen ist eine Sammelprobe von Vorteil, d. h. Kot von drei aufeinander folgenden Tagen.

Mit dem Flotationsverfahren werden Wurmeier im Kot nachgewiesen.

Im nativen Ausstrich können Parasiteneier, Hefen (z. B. Kaninchen) oder Einzeller (Vogel/Reptilien) nachgewiesen werden

Mit einem speziellen Test (Hämocult) können wir Blutungen in den Darm feststellen, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Wichtig ist, dass das Tier davor 3 Tage fleischfrei ernährt wird.